Hypnose nach Milton Erickson - Nicht meine Wahl

Besonders in Kreisen von Psychologen ist die Hypnose nach Milton Erickson in Mode. Ihre Anwendung erscheint mir jedoch auch bei längerem Nachdenken für meine Arbeit nicht vorteilhaft.

Dazu ein paar Gedanken von meiner Seite: (teilweise bewußt subjektiv)

  • Milton Erickson war schlichtweg ein Genie im Bereich der Hypnose.
    Das Problem dabei: Die Intuition eines Genies läßt sich nicht ohne Weiteres kopieren oder imitieren.
  • Seine Methoden beruhen u.a. auf der teilweise uneindeutigen amerikanischen Grammatik.
  • Sie können deshalb nur stark eingeschränkt im Deutschen angewendet werden.
  • Seine Idee war, auf hypnotische Induktionen zu verzichten, sondern unmerklich unbewußte Prozesse im Klienten hervorzurufen und
  • darauf zu vertrauen, daß das Unterbewußtsein dabei schon alles richtig macht.

Dabei kann ich mich eines unguten Gefühls nicht erwehren.
Möglicherweise liegt es daran, daß man "irgendwelche" Prozesse im Klienten erzeugen will und sich mit "Gott-" oder "Ur-Vertrauen" an dessen Unterbewußtsein wendet.
Möglicherweise liegt es auch an der Meinung einiger "Erickson-Anhänger", daß die Hypnosetiefe für den Erfolg keine Rolle spiele und daß für bestimmte Anwendungen/Prozesse eine tiefere Trance eher kontraproduktiv sei.

Es mag weit hergeholt erscheinen, aber wer würde sich wohl gerne einem Anästhesisten anvertrauen, der etwas Ähnliches von sich gibt?

Wie gesagt, ich sehe hier keinen Vorteil für eine durch mich durchgeführte Behandlung;

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